Zur Politischen Ökonomie eines grünen Sozialismus
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit Communia, dem Netzwerk demokratische Planung, Prokla, dem Institut für kritische Theorie (InkriT), AKG und dem kritischen China-Forum der AKG. Medienpartnerschaft mit dem Future Histories Podcast.
Auf der Konferenz findet auch Verleihung des Huffschmid-Preises für Politische Ökonomie statt.
Die Linke erarbeitet sich ein neues Grundsatzprogramm. Doch seit dem Erfurter Programm hat sich vieles geändert. Der Kapitalismus ist ein anderer geworden, die Gesellschaft ist im Umbruch. Die ökologische Modernisierung ist scharf abgebremst worden, der Fossilismus von Gas bis Verbrennerauto sind zurück. Eine breite Front von Gegnern gegen eine sozial-ökologische Transformation hat sich formiert. Doch die kommenden ökologischen Katastrophen sind absehbar, zahlreiche Kipppunkte bereits überschritten. Umso dringender sind konsequente ökologische Klassenpolitik und Schritte hin zu einem grünen Sozialismus.
Was erwartet uns im Katastrophen-Kapitalismus? Welche Widersprüche entwickeln sich? Was bedeutet eine Praxis ökologischer Klassenpolitik, was beinhaltet das programmatische Konzept eines grünen Sozialismus? Und was wären Einstiegsprojekte?
Warm-Up am Donnerstag, 19.11., 18.30-20.00h
Lecture mit Chen Yiwen (Tsinghua University, Bejing), China auf dem Weg zur Ökozivilisation?
Und am Freitag, 20.11.
Fachtag Demokratische Planung im FMP1
Freitag, 20.11., 17.30-19.30h
Eröffnung:
Mario Candeias, Why Green Socialism?
Panel: Reichtum, Klasse und Klima, mit Lucas Chancel (Sciences Po, Paris), Leonie Petersen (Oxfam) und Lorenz Gösta Beutin (MdB Die Linke), Moderation: Nadja Charabi (RLS)
19.30-21.00h
Verleihung Huffschmid-Preises
von Seiten des Wissenschaftlichen Beirats von Attac, dem Netzwerk Plurale Ökonomik, Euromemo und der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Samstag, 10-11.00h
Panel: Von Kippunkten Katastrophen und Kapitalismus – wo stehen wir? Lecture mit John Bellamy Foster (Monthly Review/University of Oregon), Moderation: Jan Rehmann (InkriT)
Werkstätten zu folgenden Themenschienen:
- Veränderungen von Produktionsweise und gesellschaftlichen Naturverhältnissen
- Ökologische Klassenpolitik und der Umbau der Industrie
- Grüner Infrastruktursozialismus und Vergesellschaftung
- Ökosozialistischer Internationalismus
- Sozialökologische demokratische Planung
11.15-13.00h Werkstätten
a) Antifaschistische Wirtschaftspolitik – oder rückverteilen statt aufrüsten & kürzen.
b) Konversion – richtig herum. Wie weiter?
c) Die Wärmewende, Miete, Vergesellschaftung
d) Rohstoffe: Zwischen eXtrem Fossilism, grünem Kapitalismus und nachhaltiger Ressourcennutzung
e) Demokratische Planung 1
13-14.00h Mittagessen
14.-15.30h Werkstätten
a) KI: Produktivkraft oder Destruktivkraft? Aufrüstung, Naturverbrauch, Kontrolle, Beschäftigung…
b) Grüner Stahl – geht das?
c) Infrastrukturen der Hoffnung und Sorgende Städte
d) Ökoimperiale Spannungen und die sozial-ökologische Frage
e) Demokratische Planung 2
15.30-16h Kaffeepause
16.-17.30 Werkstätten
a) Vom neuen Ressourcen-Imperialismus zum grünsozialistischen Internationalismus
b) Transformationskonflikte und sozial-ökologische Industriepolitik
c) Energie, Preise, Eigentum
d) China: Vom grünen Kapitalismus zur Ökozivilisation?
e) Demokratische Planung 3
17.30-18.30h Abendessen
18.30-20h: Abschluss: Sozial-ökologischer Populismus, Grüner Sozialismus und Die Linke